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Veranstaltungstipp - In Kürze in Thüringen:


Theatertips am Wochenende für Gera


"Puppenerotical 2", Glucks Oper "Orfeo ed Euridice" (ausverkauft), Edgar Wallace und seinem "Hexer", "Der Totmacher", "Diener zweier Herren? ? Künstler zwischen Kreativität und Kommerz?", "ImPuls", "Schöner Kind Sein"
Kategorie: Gera-News
Erstellt von: admin
Zum "Puppenerotical 2" wird am Freitag, 23. März, um 20.00 Uhr ins Kleine Theater im Zentrum eingeladen. Mit dieser Inszenierung knüpfen Peter Werner-Ranke und Wolfgang Ranke an Teil 1 ihres Abstechers ins Puppentheater an. Der Choreograph und der ehemalige Ballettdirektor hatten damit im Jahre 2001 einen absoluten Treffer gelandet. Auch die Fortsetzung ist ziemlich pikant: Mitten im Wahlkampf taucht ein verdächtiges, denunzierendes Video auf: man sieht den Oberbürgermeister, wie er sich in einem Bordell verlustiert. Und weil das Etablissement inzwischen in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, versuchen die dort beschäftigten leichten Damen anhand des pikanten Filmchens neue Geldquellen zu erschließen ? Die Puppenspieler sorgen mit Günter Schimm am Klavier für prickelnde Unterhaltung. Eine bunte, anzügliche, deftig-erotische, aber doch feinsinnige Revue mit Figuren, Musik, Material und Menschen.

Vier Veranstaltungen stehen an diesem Wochenende auf dem Spielplan der Bühne am Park. Die Aufführung von Glucks Oper "Orfeo ed Euridice" am Freitag um 19.30 Uhr ist allerdings bereits ausverkauft. Kriminell wird es am Samstag-und Sonntagabend. Am 24. März herrscht dabei ein heiterer Grundton, wenn die Bühne Edgar Wallace und seinem "Hexer" gehört. Erschüttternd dagegen ist der Fall "Der Totmacher". Andreas Unglaub in der Hauptrolle und Ulf Perthel als Psychologe Prof. Dr. Schultze lassen die authentischen Verhörprotokolle aus dem Jahre 1924 vor dem Publikum zur verstörenden Gegenwart werden. Fritz Haarmann gestand darin und schildert zum Teil den Mord an 24 Jungen im Alter zwischen 13 und 20 Jahren. Er hatte seine Opfer im sexuellen Rausch durch einen Biss in den Hals getötet. "Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu Dir", wurde ein weit verbreiteter Gruselsong des Volkes und nährte die These, dass er seine Opfer auch zu Wurst verarbeitet habe.

In der dritten Sonntagsvorlesung am 25. März um 11.00 Uhr in der Bühne am Park geht Thomas M. Müller von der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig der Frage nach: "Diener zweier Herren? ? Künstler zwischen Kreativität und Kommerz?"
Thomas Matthaeus Müller, 1966 in Gera geboren, lebt seit 1995 freiberuflich als Grafiker und Illustrator in Leipzig. Er ist in seiner Geburtstadt fast so bekannt wie sein Vater, der Grafiker Rolf F. Müller. Er studierte 1987 bis 1995 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 1993 erwarb er das Diplom, 1995 wurde er Meisterschüler. Seit dem Sommersemester 2005 ist er Vertretungsprofessor für Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 2002 bis 20004 war er Gastprofessor für Illustration an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle.

Am Sonntagnachmittag, 25. März, gehört die Bühne im Kultur- und Kongreßzentrum ab 14.30 Uhr dem ThüringenBallett, das mit dem gefeierten und von der Presse hochgelobten Dreiteiler "ImPuls" erneut seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellt. Die minimalistische Musik des Italieners Ludovico Einaudi inspirierte den namhaften niederländischen Choreografen Nils Christe zu "SYNC". "Suite Nr. 2" - basierend auf der gleichnamigen Musik für zwei Klaviere von Sergej Rachmaninow - ist eine Choreografie des langjährigen Leipziger Ballettchefs Uwe Scholz. In "Troy Game" verarbeitet der amerikanische Choreograph Robert North seine Faszination über die klassische chinesische und japanische Kampfkunst, sowie der brasilianischen Variante der Selbstverteidigung. Eine spannungsgeladene Mixtur aus kraftvollem, athletischen Tanz und komödiantischen Aktionen mit typisch männlichem Imponiergehabe.

Die Inszenierung der TheaterFABRIK "Schöner Kind Sein", mit der die jungen Darsteller am 3. März erfolgreich im SCHNAWWEL-Theater des Nationaltheaters Mannheim gastierten, ist am 24. März, um 19.30 Uhr, wieder im Theater in der Zentrale Gera zu sehen. Im Rahmen der 25. Mannheimer Schultheaterwoche spielte das Ensemble vor über 100 Zuschauern und bekam viel Applaus. Der Eröffnungssatz des folgenden Gespräch "Welches Kind will nach der Schule schon wandern gehen?"-löste große Irritationen aus und führte zu vielen Interpretationen.
Kartenvorbestellungen werden unter 0365-2147859 oder unter: www.theaterfabrik-gera.de entgegengenommen.


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